Klinsmann schießt Bayern zum Titel

Klinsmann schießt Bayern zum Titel
Klinsmann schießt Bayern zum Titel ©UEFA.com

1996 wurde der Dominanz der italienischen Mannschaften im UEFA-Pokal ein Ende gesetzt, und zwar durch den FC Bayern München. Der deutsche Rekordmeister gewann im Finale gegen den FC Girondins de Bordeaux und wurde zum ersten Bundesligisten, der in allen drei europäischen Wettbewerben triumphieren konnte.

Italienische Vormachtstellung
Bordeaux hatte maßgeblichen Anteil am Ende der italienischen Hegemonie. In einer Viertelfinal-Partie, die vom Magazin France Football zum Spiel des Jahres gewählt wurde, besiegten sie Milan AC im Parc Lescure mit 3:0. Zuvor hatte Bordeaux das Hinspiel in Italien mit 0:2 verloren. Für eine Mannschaft, die sich über den UEFA Intertoto Cup für diesen Wettbewerb qualifiziert hatte, war dies ein bemerkenswertes Ergebnis. Im Halbfinale schalteten die Franzosen dann SK Slavia Praha aus. Zuvor wurden bereits der Karlsruher SC, FK Vardar, der SC Rotor Volgograd und Real Betis Balompié bezwungen.

Torgarant Klinsmann
Die Saison der Bayern wurde geprägt von einem Streit zwischen den beiden Stars Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann. Matthäus ließ sich dadurch jedoch nicht beeinflussen und führte seine Mannschaft im Halbfinale zu einem 2:1-Auswärtssieg beim FC Barcelona; das Hinspiel in München war zuvor mit einem 2:2-Unentschieden geendet. Auch Klinsmann lief zu großer Form auf, er stellte mit insgesamt 15 Treffern einen neuen Rekord für diesen Wettbewerb auf. Das letzte dieser Tore erzielte er im Final-Rückspiel in Bordeaux, das die Bayern mit 3:1 gewinnen konnten - obwohl bei den Franzosen Spieler wie Christophe Dugarry und Zinedine Zidane dabei waren. Im Hinspiel im Olympiastadion - das Team von Franz Beckenbauer siegte damals nach den Toren von Thomas Helmer und Mehmet Scholl mit 2:0 - war das Duo nicht mit dabei.