Gutes Los für deutsche Teams

Die deutschen Teilnehmer bekamen in der UEFA-Pokal-Gruppenphase schwere, aber nicht unschlagbare Gegner zugelost.

Bei der heutigen Auslosung der UEFA-Pokal-Gruppenphase in der Schweiz wurden die 40 qualifizierten Mannschaften in acht Gruppen mit jeweils fünf Teams unterteilt. Titelverteidiger PFC CSKA Moskva trifft dabei auf harte Gegner aus Frankreich, den Niederlanden, Bulgarien und Rumänien, für die deutschen Teams gab es durchaus lösbare Aufgaben.

Einziger Sieger
Die Truppe aus Russland, die sich im Mai in Lissabon die Trophäe holte, ist die einzige Mannschaft unter den 40 Teilnehmern, die diesen Wettbewerb schon einmal gewinnen konnte. Doch diesmal warten in der Gruppe F schwere Gegner. Neben Olympique de Marseille, dem Europapokalsieger der Saison 1992/93 und UEFA-Pokal-Finalisten 1998/99 sowie 2003/04, das im Sommer den UEFA Intertoto Cup gewinnen konnte, trifft CSKA noch auf den SC Heerenveen, PFC Levski Sofia und FC Dinamo Bucuresti.

Stuttgart mit bunter Gruppe
Bei dieser Auslosung waren Teams aus 20 Nationen vertreten. In der Gruppe G findet man mit dem VfB Stuttgart, PAOK FC, FC Shakhtar Donetsk, Stade Rennais FC und AFC Rapid Bucuresti durchaus einige bekannte Namen. Und in der Gruppe E stehen der im Europapokal sehr erfahrene AS Roma - vor 14 Jahren UEFA-Pokal-Finalist - der FC Basel 1893, der FK Crvena Zvezda (Roter Stern Belgrad) - Sieger im Pokal der europäischen Meistervereine 1990/91, der RC Strasbourg und Tromsø IL.

Hamburg trifft auf Monaco
In der Gruppe A stehen neben dem topgesetzten AS Monaco FC auch noch der momentane Überflieger der Bundesliga, der Hamburger SV - der in der Saison 1982/83 den Europapokal gewinnen konnte und im Jahr zuvor das Endspiel des UEFA-Pokals erreicht hatte - sowie SK Slavia Praha, PFC CSKA Sofia und Viking FK. Viking ist die einzige Mannschaft, die über die Fairplay-Wertung in den Wettbewerb kam und immer noch vertreten ist. In der Gruppe D trifft Eredivisie-Spitzenreiter AZ Alkmaar - letztjähriger Halbfinalist und Endspielteilnehmer des Jahres 1980/81 - auf Middlesbrough FC, FC Dnipro Dnipropetrovsk, den Grasshopper-Club und PFC Litex Lovech.

Hoffnungen bei der Hertha
In der Gruppe C bekommt es Hertha BSC Berlin mit dem RC Lens, UC Sampdoria, dem FC Steaua Bucuresti - einer dritten Mannschaft aus der rumänischen Hauptstadt, die 1985/86 schon einmal den Europapokal gewinnen konnte - und Halmstads BK zu tun. Halmstads konnte in der ersten Runde den letztjährigen Finalisten Sporting Clube de Portugal aus dem Rennen werfen.

Kein Platz für Fehler
Die Gruppe H mit dem türkischen Klub Besiktas JK an der Spitze sowie Sevilla FC, Bolton Wanderers FC, FC Zenit St. Petersburg und Vitória SC scheint besonders stark zu sein. Vitória ist die einzige verbliebene Mannschaft aus Portugal. In der Gruppe B trifft der FC Lokomotiv Moskva mit RCD Espanyol und US Città di Palermo auf Teams aus Spanien beziehungsweise Italien. Außerdem sind hier auch noch Brøndby IF und die Israelis von Maccabi Petach-Tikva FC vertreten.

Auslosung per Computer
Jean Fournet-Fayard von der UEFA-Kommission für Klubwettbewerbe nahm diese Auslosung zusammen mit Michele Centenaro, dem Vorsitzenden der Klubwettbewerbe, vor. Die Teams wurden dazu vorher in fünf Töpfe gemäß ihrer UEFA-Koeffizienten gesetzt. Die genauen Ansetzungen - wo auch Faktoren wie etwa das Klima in Betracht gezogen werden; denn es ist kaum möglich, im Dezember in Skandinavien zu spielen - wurden nun von einem Computer ausgelost.

Zwei Heimspiel, zwei Auswärtsspiele
Jeder Klub muss zwei Mal zu Hause und zwei Mal auswärts an einem der folgenden Termine antreten: 20. Oktober, 3. November, 24. November, 30. November/1. Dezember, 14./15. Dezember. Die besten drei Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für die Runde der letzten 32, wo auch die acht Drittplatzierten der UEFA Champions League-Gruppenphase dazu stoßen. Ab diesem Zeitpunkt werden alle Begegnungen wieder nach dem traditionellen Hin- und Rückspielmodus ausgetragen. Das Endspiel findet schließlich am 10. Mai nächsten Jahres im Philips-Stadion von Eindhoven statt.

2004/05 UEFA-Pokal-Gruppenphase
Gruppe A
AS Monaco FC (FRA)
SK Slavia Praha (CZE)
Hamburger SV (GER)
PFC CSKA Sofia (BUL)
Viking FK (NOR)
Gruppe B
FC Lokomotiv Moskva (RUS)
RCD Espanyol (ESP)
US Città di Palermo (ITA)
Brøndby IF (DEN)
Maccabi Petach-Tikva FC (ISR)
Gruppe C
Hertha BSC Berlin (GER)
RC Lens (FRA)
UC Sampdoria (ITA)
FC Steaua Bucuresti (ROU)
Halmstads BK (SWE)
Gruppe D
AZ Alkmaar (NED)
Middlesbrough FC (ENG)
FC Dnipro Dnipropetrovsk (UKR)
Grasshopper-Club (SUI)
PFC Litex Lovech (BUL)
Gruppe E
AS Roma (ITA)
FC Basel 1893 (SUI)
FK Crvena Zvezda (SCG)
RC Strasbourg (FRA)
Tromsø IL (NOR)
Gruppe F
PFC CSKA Moskva (RUS)
Olympique de Marseille (FRA)
SC Heerenveen (NED)
PFC Levski Sofia (BUL)
FC Dinamo Bucuresti (ROU)
Gruppe G
VfB Stuttgart (GER)
PAOK FC (GRE)
FC Shakhtar Donetsk (UKR)
Stade Rennais FC (FRA)
AFC Rapid Bucuresti (ROU)
Gruppe H
Besiktas JK (TUR)
Sevilla FC (ESP)
Bolton Wanderers FC (ENG)
FC Zenit St. Petersburg (RUS)
Vitória SC (POR)