AS Rom will UEFA-Pokal gewinnen

Wegen ihrer starken Leistungen in letzter Zeit gehören die Römer vor der heute beginnenden K.o.-Phase zu den Favoriten im UEFA-Pokal.

Bisher hat kein einziger französischer Verein den UEFA-Pokal gewinnen können, doch das könnte sich in dieser Saison ändern. Denn in der Runde der letzten 32 befinden sich noch fünf Teams aus der "Grande Nation". Im Gegensatz dazu gewannen die italienischen Klubs in den letzten 29 Jahren die Trophäe gleich neun Mal, und mit AS Roma haben sie wieder ein ganz heißes Eisen im Feuer.

"Realistisches Ziel"
Nach einem enttäuschenden Start in die Serie A-Saison fanden sich die Giallorossi Ende Oktober zwar am Tabellenende wieder, doch erst im Jahr 2006 eilen sie von Erfolg zu Erfolg. Nach dem 2:0 gegen den AC Siena sind die Römer nur noch einen Sieg von der Einstellung ihres Vereinsrekords von zehn Liga-Erfolgen hintereinander entfernt. Nun richtet sich ihre Konzentration aber erst einmal auf einen anderen Wettbewerb. "Für mich ist der Triumph im UEFA-Pokal immer realistisch gewesen, auch als wir zu Saisonbeginn noch nicht die besten Resultate erzielten und eine schwere Zeit zu überstehen hatten", sagte der römische Publikumsliebling und Roma-Kapitän Francesco Totti.

Neulinge im Wettbewerb
Die unangenehme Aufgabe, die Römer zu stoppen, hat das belgische Team von Club Brugge KV, das zunächst im heimischen Jan Breydel-Stadion die Gäste aus der italienischen Hauptstadt empfängt. Doch die Belgier werden nicht vor Angst erstarren, denn auch sie sind seit November ungeschlagen. Brügge war eine der acht Mannschaften, die in der UEFA Champions League-Gruppenphase am Ende auf Platz drei landeten und sich somit für den UEFA-Pokal qualifizierten. Mit großen Ambitionen starten auch der FC Schalke 04 und Rosenborg BK in die K.o.-Phase des UEFA-Pokals, während der FC Thun und Udinese Calcio mit neuen Trainern zurück in die Erfolgsspur wollen.

Neue Trainer
Obwohl der FC Thun in der schweizerischen Super League momentan nur im Mittelfeld der Tabelle herumdümpelt, war der Zeitpunkt der Entlassung von Trainer Urs Schönenberger am Montag doch überraschend. Dessen Nachfolger, der Österreicher Heinz Peischl, gibt sein Heimdebüt am Donnerstag gegen den Hamburger SV. Nestor Sensini und Loris Dominissini saßen bei ihrem neues Team Udinese dagegen zumindest schon bei einer Partie auf der Bank, bevor sie den RC Lens im Stadio Friuli empfangen. Die Franzosen haben in der Gruppenphase übrigens UC Sampdoria ausgeschaltet.

Marseille in Bolton
Drei der fünf französischen Mannschaften haben ihre jeweiligen Gruppen gewonnen und dürfen deshalb gegen Teams spielen, die nur Gruppendritter geworden sind. Der AS Monaco FC gastiert zunächst in der Schweiz beim FC Basel 1893, während der RC Strasbourg nach Bulgarien zu PFC Litex Lovech reist. Olympique de Marseille, der erste Gewinner der neu gegründeten Champions League 1993, muss im Hinspiel ebenfalls auswärts antreten, und zwar im Reebok-Stadion von Bolton Wanderers FC. Dies verspricht eines der aufregendsten Duelle der kommenden K.o.-Runde im UEFA-Pokal zu werden.

Middlesbrough in Stuttgart
LOSC Lille Métropole komplettiert die französische Phalanx, nachdem sie die Gruppenphase der Champions League auf Platz drei beendeten. Aber auch im UEFA-Pokal wartet mit dem ukrainischen Meister FC Shakhtar Donetsk ein schwerer Brocken. Indes versucht Middlesbrough FC, beim VfB Stuttgart an die famose Leistung vom sensationellen 3:0-Sieg über den unangefochtenen Premiership-Tabellenführer Chelsea FC anzuknüpfen. Außerdem trifft der Eredivisie-Topklub AZ Alkmaar auf Real Betis Balompié.