Sevilla im Finale

Sevilla FC - FC Schalke 04 1:0 n.V. (Gesamt 1:0)
Ein Tor von Antonio Puerta sorgte für den Einzug von Sevilla ins Endspiel des UEFA-Pokals.

Sevilla FC setzte sich im UEFA-Pokalhalbfinale gegen den FC Schalke 04 mit 1:0 durch trifft im Endspiel auf den englischen Vertreter Middlesbrough FC. Den entscheidenden Treffer für die Gastgeber erzielte Antonio Puerta in der Verlängerung einer insgesamt überlegen geführten Partie.

Rodríguez für Krstajić
Schalke-Coach Mirko Slomka, der auf das gewohnte 4-4-2-System setzte, musste auf den gesperrten Mladen Krstajić in der Defensive verzichten. Für ihn begann der nach einer Wadenverletzung wieder einsatzfähige Uruguayer Darío Rodríguez im Abwehrverbund der Königsblauen, die auf eine zunächst abwartende defensive Taktik setzten.

Navarro gesperrt
Bei den Gastgeber musste Trainer Juande Ramos den gesperrten Defensivspezialisten Javi Navarro ersetzen, für ihn begann Aitor Ocio. Zudem stand bei den Spaniern Frédéric Kanouté verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Sevilla agierte nach dem 0:0 im Hinspiel in einer taktisch offensiv ausgerichteten Formation.

Sevilla ergreift Initiative
Die Zuschauer im vollbesetzten Sánchez-Pizjuán-Stadion sahen von Beginn an ein entsprechend attraktives, schnelles und spannendes Halbfinale, in dem Sevilla sofort die Initiative übernahm und den Bundesligisten stark unter Druck setzte.

Erste Möglichkeit
Bereits in der dritten Minute setzte der agile Luis Fabiano ein erstes Ausrufezeichen, als er einen Pass in die Tiefe geschickt im Lauf mitnahm und aus 14 Metern mit einem strammen Schuss das Tor von Frank Rost nur knapp verfehlte.

Schalke unter Druck
Auch in der Folgezeit blieben die Spanier dominant. Mit technisch und taktisch schnellem Fußball wurde der Defensivverbund der Königsblauen intensiv beschäftigt und in der 24. und 27. Minute in große Schwierigkeiten gebracht, doch Adriano Correia und erneut Fabiano vergaben leichtfertig zwei weitere Chancen zur Führung für die Andalusier.

Keine Chancen für S04
Schalke kam in den ersten 45 Minuten selbst zu keiner ernsthaften Möglichkeit und agierte insgesamt zu langsam und ideenlos im Spielaufbau, so dass sich die Gastgeber gut auf die vergeblichen Angriffsversuche der Königsblauen einstellen konnten.

Bordon stark
Auch nach Wiederbeginn hatte die Abwehr von Schalke zunächst Schwerstarbeit zu verrichten, um das von den überragenden Saviola und Fabiano angetriebene Sevilla in Zaum zu halten. Dabei stellte insbesondere Marcelo Bordon seine Klasse deutlich unter Beweis.

Konter über Lincoln
Erst in der 67. Minute hatte der UEFA-Pokalgewinner von 1997 eine erste ernsthafte Chance, als Lincoln, der brasilianische Spielmacher der Königsblauen, nach einem schnell vorgetragenem Konter Kevin Kuranyi im Strafraum mit einem Traumpass bediente, der aber gegen Keeper Andrés Palop einen Schritt zu spät kam.

Schalke mit mehr Spielanteilen
Danach gestaltete sich die Partie offener und nahm mit zunehmender Spielzeit weiter an Spannung zu. Die Mannschaft von Mirko Slomka ergriff nun auch die Initiative und versuchte seinerseits das entscheidende Tor gegen die in der Defensive etwas nachlassenden Gastgeber zu verzielen.

Frische Kräfte
Beide Trainer versuchten ihren Teams durch Wechsel die entscheidenden Akzente zu geben. Bei Sevilla kam Antonio Puerta für Adriano Correia ins Spiel und Schalke brachte Gustavo Varela für Zlatan Bajramović und Søren Larsen für Darío Rodríguez. Da allerdings in der regulären Spielzeit keine Tore mehr fielen, musste die Verlängerung die Entscheidung bringen.

Puerta trifft
In 101. Spielminute leitete schließlich Jesús Navas mit einem schönen Diagonalpass in den Strafraum der Schalker den entscheidenden Treffer für die Spanier ein. Der zuvor eingewechselte Puerta ließ das Leder 14 Meter vor dem Tor noch einmal auftippen und versenkte es anschließend aus halblinker Position mit einem satten Schuss ins rechte Toreck.

Alles versucht
Schalke stemmte sich in der zweiten Hälfte der Verlängerung mit vereinten Kräften gegen das drohende Aus, hatte durch den starken Bordon mit zwei Kopfbällen noch gute Möglichkeiten, konnte den Rückstand gegen die starken Gastgeber aber nicht mehr korrigieren.