Srna träumt vom ganz großen Coup

"Vor unseren Augen wird ein Kapitel ukrainischer Fußballgeschichte geschrieben", so Darijo Srna, Kapitän vom FC Shakhtar Donetsk. Deshalb forderte er von seinem Team nochmals höchste Konzentration.

Darijo Srna (FC Shakhtar Donetsk) will etwas Großes gewinnen
Darijo Srna (FC Shakhtar Donetsk) will etwas Großes gewinnen ©Getty Images

"Vor unseren Augen wird ein Kapitel ukrainischer Fußballgeschichte geschrieben", so Darijo Srna, Kapitän vom FC Shakhtar Donetsk. Deshalb forderte er von seinem Team nochmals höchste Konzentration.

Große Anspannung
Vor dieser Saison hatte es noch nie eine ukrainische Mannschaft bis ins UEFA-Pokal-Viertelfinale geschafft, doch wenige Wochen bevor der Wettbewerb in UEFA Europa League umbenannt wird, will man nun offenbar vieles im Eiltempo nachholen. Während der FC Dynamo Kyiv im Achtelfinale mit etwas Glück gegen den Ligarivalen FC Metalist Kharkiv triumphierte, kommt es nun um Halbfinale also erneut zu einem ukrainischen Duell. "Ein ukrainisches Derby ist immer etwas ganz Besonderes, aber dieses Mal ist noch wichtiger als sonst, weil wir im UEFA-Pokal-Halbfinale stehen", so Srna. "Anspannung und Leistungsbereitschaft sind noch ausgeprägter als in der nationalen Meisterschaft."

"Dürfen kein Gegentor kassieren"
Der 26-Jährige ist jedenfalls hoch motiviert, schließlich bekannte er sich letzten Sommer schon zum Verein, als Liverpool FC angeblich großes Interesse an ihm hatte. "Ich will etwas Großes mit Shakhtar erreichen", sagt Srna, der vielleicht nicht mehr lange auf die Erfüllung seiner Träume warten muss, auch wenn Dynamo derzeit in bestechender Verfassung ist. In der ukrainischen Meisterschaft stehen sie kurz vor dem Titelgewinn, nachdem die Trophäe in drei der letzten vier Jahre von Shakhtar erobert wurde. Dabei haben sie besonders durch ihre Torgefährlichkeit überzeugt. Insgesamt schossen sie in der Liga ganze 61 Tore, während Shakhtar als zweiterfolgreichstes Team lediglich 38 Treffer markieren konnte. "Mein größter Wunsch für das Spiel [in Kiew] ist es, dass Shakhtar trifft und kein Gegentor kassiert. Wir dürfen einfach kein Gegentor kassieren", betont Srna. "Uns liegt das Spiel nach vorne, aber wir sind auch in der Abwehr stark und bekommen eigentlich nicht viele Gegentore. Jetzt müssen wir aufpassen, dass Dynamos Stürmer keinen Stich kriegen."

Lob von Lucescu
Auf jeden Fall ist diese Saison für Srna, der 2003 von HNK Hajduk Split zu den Ukrainern kam, schon jetzt eine, die er so schnell nicht vergessen wird. Der 26-Jährige, dessen Nachname in seiner kroatischen Heimat übersetzt "Hirsch" bedeutet, hat von der Entscheidung des Trainers Mircea Lucescu, weniger zu rotieren, am meisten profitiert. So konnte er seinen Rhythmus finden und spielt konstant auf hohem Niveau. "Ich habe einmal überlegt, ob ich ihn aufstellen soll, und Srna hat mir unmissverständlich klar gemacht, dass er spielen will. Er ist ein wahrer Kapitän", verrät Lucescu. Ein wahrer Kapitän, der im Sommer sein Schiff nicht verlassen wollte, und dafür vielleicht schon bald reich belohnt wird.