Notstand und eitel Sonnenschein am dritten Spieltag

Ein italienisches Trio, ein dynamisches Duo und ein potenzieller Finalgastgeber haben in der UEFA Europa League bisher überzeugt. Vor dem dritten Spieltag gibt es aber auch Krisenherde.

Sechs Punkte, sechs Tore, keinen Gegentreffer: Fiorentina hat in der Gruppenphase bisher vollends überzeugt
Sechs Punkte, sechs Tore, keinen Gegentreffer: Fiorentina hat in der Gruppenphase bisher vollends überzeugt ©Getty Images

Sechs Mannschaften haben in den ersten beiden Spielen bisher die maximale Punktezahl mitgenommen, sieben Teams konnten in der UEFA Europa League bisher noch keinen einzigen Zähler holen.

Vor allem die Serie-A-Vertreter sind gut dabei: Der FC Internazionale Milano, ACF Fiorentina und SSC Napoli haben ihre Auftaktspiele jeweils gewinnen können, Inter und Fiorentina kassierten dabei sogar kein Gegentor. Aber auch der FC Dinamo Moskva aus Russland sowie der ukrainische Vertreter FC Dynamo Kyiv sind bisher verlustpunktfrei. Die vielleicht größte Überraschung ist bis dato Legia Warszawa: Die Polen feierten zwei Siege in zwei Spielen und schicken sich an, beim FC Metalist Kharkiv den dritten Dreier einzufahren. Motiviert durch die Tatsache, dass das Finale diese Saison in Warschau steigt, ist mit Legia weiter zu rechnen.

Am anderen Ende des Spektrums finden sich derweil jene Teams, die bisher zweimal als Verlierer vom Platz gingen: HJK Helsinki, FC Astra Giurgiu, ŠK Slovan Bratislava, Rio Ave FC, FC Dinamo Minsk, Metalist und Panathinaikos FC. Auf die Griechen wartet ein echtes Schicksalsspiel gegen die PSV Eindhoven, das einzige Team, das bisher an allen sechs Ausgaben der UEFA Europa League mitgewirkt hat. Beide Teams brauchen in der Gruppe E unbedingt ein Erfolgserlebnis. 

Ein ganz besonderes Spiel steigt beim Duell zwischen Slovan und dem AC Sparta Praha. Als einer von drei Gruppenphasen-Teilnehmern haben die Slowaken in dieser Saison schon einen Trainerwechsel vorgenommen und František Straka durch dessen früheren Sparta-Teamkollegen Jozef Chovanec ersetzt, der nun also auf sein Ex-Team trifft. "Ich habe viele Jahre bei Sparta verbracht und freue mich jetzt riesig auf dieses Spiel. Auch für die Fans wird es eine tolle Sache sein", so der 54-jährige Chovanec.

Wie in der UEFA Champions League gibt es am dritten und vierten Spieltag die gleichen Duelle. Dies bedeutet, dass sich die Teams nach ihren Partien am 23. Oktober bereits am 6. November wiedersehen werden.